Und weiter ging es nach Hangzhou, einem beschaulichen Städtchen mit 2 Mio. Einwohnern. Hangzhou ist das chinesischer Genf. Jedenfalls sollte der Westsee entfernt an den Genfer See erinnern. Nach der Ankunft war jedoch klar, dass es in Genf niemals 37°C bei 100% Luftfeuchte geben würde.
Auch in Hangzhou entstand der erste Eindruck durch die Scheiben unseres klimatisierten Busses. Die Gigantomanie von Shanghai oder der betont westliche Stil von Ningbo war hier nicht wieder zu finden. Und dass Hangzhou auch die Stadt der Verliebten ist, spiegelt sich hier selbst in der Benennung der Buslinien wieder…
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Der erste kleine Ausflug führte zum Westsee, der Hauptattraktion von Hangzhou. Es ist wirklich schön, ein klein wenig kitschig und unglaublich heiß und schwül. Von einer Bootsfahrt haben wir dann alle abgesehen, wir wollten nur noch ins klimatisierte Hotel.
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Ein besonderes Leckerli am Abend war das Barbecue auf einem Hoteldach. Einmal die tolle Aussicht, das wirklich üppige Essen, das kühle Bier (leider kein Tsingtao sondern eine weniger leckere regionale Sorte) und der leichte Wind. Schließlich mussten wir am nächsten Tag noch etwas leisten.
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Wenn man schon mal in China ist, sollte man auch Rad gefahren sein. Machen die Chinesen ja auch so gerne und zahlreich. Angesichts der „Straßenverkehrsunordnung“ wie wir sie in den Tagen zuvor erleben konnten, war uns etwas mulmig zumute. Und wie würden wohl die Räder aussehen, die das Hotel uns ausleihen würde? Alle Sorgen waren unbegründet - gute amerikanische Importware, nur etwas klein für meine 1,93m. Unter strenger Beachtung sämtlicher Verkehrsregeln ging es eine halbe Runde um den Westsee (mit vielen Trinkpausen) um dann in Richtung einer Teeplantage abzubiegen.
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Hangzhou ist das Teeanbaugebiet in China schlechthin und da ich mich in der ersten Woche China so langsam an den Kaffeeersatz gewöhnt hatte (echten Kaffee in China zu bekommen, bedeutet einen Starbucks zu finden – im Hotel gab es nur Blümchenkaffee…), machte das Probieren der verschiedenen Aufgüsse auch noch Spaß. An die Teeplantage angeschlossen war ein kleines Museum und die Möglichkeit, Tee (live verpackt, Video) zu kaufen. Als kleines Schmankerl oben drauf hatte ein guter Ordnungsgeist unseren wilden Fahrrradhaufen in Reih und Glied aufgestellt. Mit dem Ergebnis, dass wir die identisch aussehenden Leihräder anhand ihrer Nummern wieder auseinander sortieren mussten.
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Nach der Radtour bei immer noch 37°C (unser Local Guide sprach von „ungewöhnlicher Hitze im September“) hatten Fleur, Viola, Peter, Volker und ich noch die eigentlich tolle Idee, uns am Wasser des Westsees in einem Lokal bei einem Tsingtao noch etwas abzukühlen. Was wir nach einem Bier entnervt abbrachen - wirklich unglaublich, aber am Wasser war es noch wärmer als in der Stadt, weil sich der See tagsüber so aufgeheizt hatte.
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